Circular Economy Hotspot 2022

Prosperkolleg: Circular Economy Hotspot NRW – Europäisches Gipfeltreffen der Circular Economy in Bottrop

Die Klimakrise ist ohne eine Ressourcen- und Rohstoffwende nicht zu aufzuhalten. Wirtschaftliches Wachstum muss von der Entnahme von Primärressourcen und dem Verbrauch fossiler Energien entkoppelt werden. Das ist die zentrale Botschaft des Circular Economy Hotspot 2022, der vom 12.-14 September von der Stadt Bottrop ausgetragen wurde. Bei dem dreitägigen Event, das zum ersten Mal überhaupt in Deutschland stattfand, kamen rund 400 Personen unter dem Motto „Make connections and collect ideas“ zusammen. 

Der CE Hotspot NRW schlug den Bogen von globalen Herausforderungen hin zu konkreten Anwendungen. Am ersten Tag des Nachhaltigkeitsevents konnten die Teilnehmer:innen das letzte aktive Steinkohlen-Bergwerk und die Produktionsstätte begehen und dabei einen Panorama-Blick über das gesamte Ruhrgebiet erhaschen. Am Abend des ersten Eventtags wurden die Besucher:innen vom Oberbürgermeister Bottrops feierlich im Rathaus empfangen und offiziell begrüßt.

Am zweiten Tag des Circular Hotspot wurden die Vorreiter und Pioniere der Circular Economy aus NRW und deren Unternehmen im Rahmen von zehn verschiedenen Exkursionen präsentiert. So wurde beispielsweise die Oberflächentechnik-Firma ZINQ GmbH & Co. KG aus Gelsenkirchen in einer eigenen Exkursion vorgestellt. ZINQ ist Vorreiter für Themen der Circular Economy: Es hat sein gesamtes Geschäftsmodell zirkulär aufgestellt und kann eine Zertifizierung nach dem Cradle-to-cradle Standard vorweisen. Weitere Exkursionen fanden zu Unternehmen wie der Grubenhelden GmbH aus der Textilbranche oder der TRIMET Aluminium SE statt, die sich im Bereich Recycling für die Industriesparte Aluminium einsetzen.

Am Ende des zweiten Tages stand das Netzwerken und Get-Together der Teilnehmenden im Vordergrund. Im Zuge des Abendprogramms wurden die Ausrichter des CE Hotspots 2024 bekannt gegeben, die zuvor von einer hochkarätig besetzen Jury ausgewählt wurden Es haben sich drei Kandidat:innen aus Europa, zwei Kandidat:innen aus Afrika und drei aus Amerika beworben. Die Qualität der Vorschläge war außergewöhnlich hoch und es wurde deutlich, dass es eine globale Dynamik zur Circular Economy gibt und sie als ein Lösungsweg zur Erreichung der Klimaziele angesehen wird. Die Wahl der Jury spiegelt daher die immer weiterwachsende, gerade internationale Bedeutung des Themas wider. Das Gipfeltreffen 2024 wird auf vier verschiedenen Kontinenten stattfinden. Südafrika, Kanada, Wales und Brasilien werden den CE Hotspot 2024 veranstalten. Bewegendes Highlight des Abendprogramms war der Auftritt des Bergmannschors, der als musikalischer Botschafter des deutschen Bergbaus und der Bergleute bekannt ist und noch heute stellvertretend für die Bergbaukultur der Region steht.

Praktische Einblicke auf der Messe und Circular Economy zum Anfassen in den Learning-Labs

Am dritten Tag des Events standen eine Messe und eine große Konferenz im Mittelpunkt. Auf der Hauptbühne fanden über den Tag verteilt mehrere Panel-Diskussionen zu Themen und Subthemen der Circular Economy statt. So wurden beispielsweise „Front Runner“ aus Regionen, Städten oder einzelnen Branchen vorgestellt. Darüber hinaus fanden mehrere Learning-Labs statt. Diese wurden durch Netzwerkpartner:innen organisiert und  die Besucher*innen konnten in interaktiven Workshops und anhand von Praxisbeispielen die Circular Economy erleben. Das Prosperkolleg zeigte in drei verschiedenen Learning-Labs zum einen die Chancen und Potenziale eines Circular Businesses auf und erörterte zum anderen, welche Anforderungen die Circular Economy im beruflichen Alltag mit sich bringt. In einem weiteren Learning-Lab des Prosperkollegs stand der Forschungsaspekt im Vordergrund, denn es wurde gezeigt, wie das Recycling kleiner Elektrogeräte in der Zukunft aussehen kann und sollte. Hier war vor allen Dingen eine Hands-on Mentalität gefragt, denn die Teilnehmenden mussten die Geräte in einem ersten Schritt händisch zerlegen. Die Teilnehmenden versuchten, alte Akkuschrauber oder elektrische Zahnbürsten so weit wie möglich zu demontieren, um an deren Einzelteile zu gelangen.

Was beim Akkuschrauber noch bis zu einem gewissen Grad funktionierte, erwies sich bei der Elektrozahnbürste mit einem praktisch nicht demontierbarem Plastikgehäuse schon als kaum lösbare Herausforderung. Auch Verklebungen oder kleinteilige Materialkombinationen erschwerten grundsätzlich die Wiedergewinnung der Einzelteile. Denn für die Recyclingfähigkeit von Produkten spielt vor allem das Produktdesign eine entscheidende Rolle.

Learning-Labs von Organisation wie der Business-Metropole Ruhr, befassten sich z.B. mit dem Thema der nachhaltigen Bauindustrie. Die Effizienz-Agentur NRW gab in ihrem Lab einen Einblick in das Themenfeld Circular Design und dessen Herausforderungen.

Neben den Learning-Labs konnten die Besucher*innen im Rahmen der Messe auch die Stände der einzelnen Unternehmen und Organisationen besuchen und sich deren Ideen, Projekte, Produkte und Konzepte im Bereich Circular Economy anschauen.

Am Stand des Prosperkollegs konnten interessierte Besucher*innen bei einem virtuellen und interaktiven 3D-Rundgang durch das CDEL (Circular Digital Economy Lab) erfahren, wie mithilfe von KI und Robotik das Recycling von Morgen gestaltet werden kann.

 

NRW: Prosper-Haniel als Symbol der Circular Economy

Der Standort “Prosper-Haniel” und seine Historie spiegelt die Bedeutung der Circular Economy sehr gut wider und zeigt den Wandel von der linearen Wirtschaft hin zu einer zirkulären Wirtschaft. Von einem Industriestandort hat sich das alte Gelände zu einem Symbol der “Grünen Revolution” und der Circular Economy gewandelt und steht auch Dank des Hotspots und des Prosperkollegs für Innovationen im Bereich der Circular Economy.

Im nächsten Jahr wird der Circular Economy Hotspot zum ersten Mal, nicht nur in Europa, sondern global stattfinden. Dann wird das Gipfeltreffen in Dublin (Irland), Lagos (Nigeria) und Santiago de Chile (Chile) ausgetragen. Aus den Ländern der zukünftigen Ausrichterstaaten waren mehrere Teilnehmer*innen zu Gast in Bottrop. Außerdem waren auch Besucher*innen aus Vietnam, Indien und vielen weiteren europäischen und nicht-europäischen Ländern vor Ort und konnten neue Impulse gewinnen und sich vernetzen. 

Prosperkolleg: Unsere Ideen und Leistungen

Das Prosperkolleg, das den CE Hotspot inhaltlich mitgestaltete, arbeitet in Bottrop u.a. an digitalen und robotergestützten Lösungen zur Wiedergewinnung von Rohstoffen, bspw. von Elektrogeräten. Zudem unterstützt es kleine und mittlere Firmen bei den ersten Schritten zu einer zirkulären Produktionsweise, u.a. mit einem Potenzialcheck, der ebenfalls in einem der Workshops vorgestellt wurde. Denn jedes Unternehmen hat andere Voraussetzungen und andere Möglichkeiten. Im Dialog mit verschiedenen Beratungs- und Praxispartnern hatte sich die Einteilung der Circular Economy in prioritäre Handlungsfelder für die beteiligten Betriebe als sehr hilfreich herausgestellt, um konkrete Lösungsansätze zu finden. Wie vielfältig diese sein können, hatten am zweiten Kongresstag bereits die insgesamt zwölf “Industrietouren” zu Unternehmen aus dem Ruhrgebiet und in der Emscher-Lippe Region gezeigt. 

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Aftermovie zum Circular Economy Hotspot 2022

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