Prosperkolleg: Was in 2020 geschah ...

Svenja Grauel vom Prosperkolleg Team.

von Svenja Grauel

Prosperkolleg: Was in 2020 geschah …

Wir starten das Jahr 2020 mit der Entscheidung, Scrum als Rahmenwerk für unser Projekt zu nutzen. Zwischen unserem ersten Sprint Planning am 6. Februar und unserer für das Jahr 2020 letzten Retrospektive am 11. Dezember liegen insgesamt 14 Sprints. Unsere Arbeit in diesen 14 Sprints orientiert sich maßgeblich an der Zielstellung unseres Projektantrags:

„Insgesamt geht es also darum handlungsorientiert zu erforschen, wie Konzepte der zirkulären Wertschöpfung […] weiter entwickelt und in der mittelständischen Wirtschaft in NRW eingeführt und breit umgesetzt werden können und wie hierfür die Voraussetzungen hinsichtlich der Ansprache und Information der Betriebe, Beschäftigten und weiteren Stakeholder, der Vernetzung der relevanten Akteure entlang der Wertschöpfungsketten, der Qualifizierung der Mitarbeitenden und der Entwicklung technisch-wirtschaftlicher Potenziale und Lösungsansätze in Form neuer Geschäftsmodelle geschaffen werden können.“

Unserem Projekt liegt der Ansatz der Aktions- bzw. der Handlungsforschung als Forschungsmethodik zugrunde. Dementsprechend – perfekt unterstützt durch das Scrum-Rahmenwerk – entwickeln wir unsere Konzepte iterativ: Analysieren, entwickeln, erproben, evaluieren. Durch das regelmäßige Überprüfen und Feedbackeinholen, z.B. im Rahmen der Sprint Reviews, und die hohe Transparenz stellen wir sicher, dass sich unsere Konzepte an den Bedarfen unserer Zielgruppen orientieren und stets verbessern.

Im Folgenden möchten wir einige unserer Highlights der vergangenen Monate mit Ihnen teilen.

 

Das Prosperkolleg Team

Unser Team wuchs auch in 2020 kontinuierlich weiter. Wir freuen uns über jeden Neuzugang und sind jedes Mal wieder begeistert über die hohe Motivation, die positive Einstellung zum Projekt und Team sowie den hohen Arbeitseinsatz. Auch für uns war der Umstieg ins Home Office eine Herausforderung. Einige unserer Mitarbeitenden durchliefen ihre Einstellungsprozesse in diesem Jahr rein virtuell und haben sich trotz der Umstände schnell in das Projekt eingefunden. Neben der Fachkompetenz geben unsere besondere Teamkultur und unsere Fähigkeit zur Reflexion dem Projekt die idealen Voraussetzungen, einen positiven Beitrag zur Transformation hin zur zirkulären Wertschöpfung zu leisten. Weitere Infos zum Team erhalten Sie hier.

An dieser Stelle einen besonderen Dank an Andreas Bracht, Julia Toups und Namican Tüleyli für ihre herausragende Arbeit im Projekt und alles Gute für die zukünftigen Herausforderungen.

Kommunikation nach außen

Wir können unser Projekt nur erfolgreich gestalten, wenn wir kontinuierlich den Austausch mit unseren Zielgruppen suchen. Diese erreichen wir neben der direkten Ansprache und Kooperationen über verschiedene Medien. Wir teilen Informationen über unsere neugestaltete Homepage sowie Twitter, LinkedIn und unseren Newsletter. Im kommenden Jahr möchten wir vermehrt klassische Printmedien mit einbeziehen, aber auch neue Formate testen. Neben der Wahl des richtigen Kommunikationskanals beschäftigen wir uns natürlich auch mit der Frage, wie wir Informationen unseren Zielgruppen entsprechend aufbereiten müssen. Wie gut gelingt uns das? Wir freuen uns immer auf Ihr Feedback!

Sensibilisierung für Zirkuläre Wertschöpfung: Unsere Veranstaltungen für und mit Unternehmen

Was ist zirkuläre Wertschöpfung und welche Vorteile bieten sich mir, wenn ich mich damit beschäftige? Wir entwickelten zwölf unterschiedliche Veranstaltungen, um das Konzept der zirkulären Wertschöpfung zu veranschaulichen, Schnittpunkte zu anderen relevanten Themen aufzuzeigen und Methoden zur Umsetzung eigener Projekte zu erproben. Darüber hinaus nutzten wir die Chance, das Konzept der zirkulären Wertschöpfung auf über ein Dutzend externen Veranstaltungen in der Breite bekannt zu machen. Zurzeit entwickeln wir unsere Strategie im Bereich Sensibilisierung und Vernetzung von Unternehmen weiter. Wir freuen uns darauf, erste Details dazu im Frühjahr mit Ihnen zu teilen, und bedanken uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bei all unseren Kooperationspartner:innen der vergangenen Veranstaltungen für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen!

Der Aufbau des virtuellen Forschungsnetzwerks CE Research NRW

Von Null auf über 120 Forschende und Forschungsinteressierte in zehn Monaten! Im März 2020 stehen wir vor einer wichtigen Entscheidung: Sagen wir die seit Langem geplante Auftaktkonferenz ab oder führen wir sie virtuell durch? Wir entscheiden uns, trotz mangelnder Erfahrung, dazu, die Konferenz virtuell abzuhalten. Wir geben zu: Ein wenig geschwitzt haben wir schon. Funktionieren Ton, Bild und Konzept? Schaffen wir es, die Teilnehmenden ‚mitzunehmen‘? Mittlerweile liegen acht spannende Web-Seminare hinter uns. Wir sind sehr dankbar für das Vertrauen in unsere Arbeit, den offenen respektvollen Umgang im Netzwerk und die vielen Kooperationen, die daraus schon entstanden sind – und unsere Entscheidung, dem virtuellen Auftakt eine Chance zu geben.

Unsere erste wissenschaftliche Veröffentlichung

Nermeen Abou Baker präsentiert in ihrem ersten akzeptierten Paper ‘A feature-fusion transfer learning method as a basis to support automated smartphone recycling in a circular smart city’*, in Zusammenarbeit mit Paul Szabo-Müller und Prof. Dr. Uwe Handmann, wie Künstliche Intelligenz das automatisierte Smartphone Recycling unterstützen und so als ein Enabler von Circular Smart Cities agieren kann.

* In EAI S-CUBE 2020 – 11th EAI International Conference on Sensor Systems and Software, online, 2020. [ bib | pdf ]

Die Beantragung und der Start von reWIR

Mit der Vision, die Stärken des Ruhrgebiets zu nutzen und es so zu einer Leitregion für „Digitale Zirkuläre Wertschöpfung“ zu entwickeln, beantragen die Hochschule Ruhr West (HRW) und der Impact Hub Ruhr (IHR) im Frühjahr 2020 die Förderung des Projekts reWIR durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Der Antrag war erfolgreich und so darf das reWIR‐Bündnis, bestehend aus über 45 Unterstützer:innen koordiniert durch die HRW und den IHR, in der Konzeptphase in der Zeit von September 2020 bis Mai 2021 eine Strategie zur Entwicklung neuer wirtschaftlicher Stärken und Dynamiken entwickeln. Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg der Verankerung der zirkulären Wertschöpfung in der Region. Weitere Infos finden Sie hier.

Auf- und Ausbau unserer ‚Produktpalette‘

Wir legen den größten Fokus auf die Analyse, Entwicklung, Erprobung und Evaluation von Konzepten bzw. Produkten, die dabei helfen sollen, die Transformation hin zur zirkulären Wertschöpfung in der Region erfolgreich zu gestalten.

Hier eine kleine Auswahl unserer bisherigen Produkte, die wir in 2021 weiterentwickeln, erproben und evaluieren werden:

·         Circularity Check

·         Erstgespräche / Potentialworkshops

·         Fachworkshopreihen

·         Impulskreis bestehend aus Unternehmer:innen

·         Canvas zur Ko-Kreation von z.B. Schulungsangeboten und Train-the-Trainer Konzepten

·         Forschungsnetzwerk CE Research NRW

·         CDEL (Circular Digital Economy Lab)

Außerdem arbeiten wir bereits an neuen Konzepten und freuen uns schon darauf, sie gemeinsam mit Ihnen zu erproben.

Happy new year 2021!

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