News

05.02.2020

Impulskreis kommt gut an

In der vergangenen Woche haben wir unseren ersten Impulskreis in Bottrop abgehalten. Die WAZ war so nett und hat darüber berichtet:

https://www.waz.de/staedte/bottrop/bottrop-forscher-holen-sich-denkanstoesse-aus-firmenpraxis-id228331871.html

20.01.2020

Eco-Design für eine nachhaltige und innovationsstarke Wirtschaft

Mit dem Eco-Design zu ressourceneffizienten Produkten und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsmodellen – das mag wirklich toll klingen, aber was verbirgt sich dahinter? Genau das erarbeiteten sich die TeilnehmerInnen des Eco-Design Workshops am 14. Januar. Dieser fand im Rahmen des Projektes Prosperkolleg in den Räumlichkeiten der WiN Emscher-Lippe in Herten statt.

Nach einer Begrüßung und Projektvorstellung des Prosperkollegs durch Projektleiterin Svenja Grauel und Prof. Saulo Seabra der Hochschule Ruhr West führte Stefan Alscher von der Effizienz-Agentur NRW die Beteiligten in die Thematik ein und bot spannende Impulse durch Praxisbeispiele. Darüber, dass die Umstellung zu einer zirkulären Wirtschaft schon bei der Gestaltung anfängt, waren sich die rund 20 BesucherInnen einig. Doch was genau versteht man unter Eco-Design? Es beschreibt einen Gestaltungsansatz, der die Umweltbelastungen von Produkten und Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg minimiert. Eco-Design ist also viel mehr als ökologisch abbaubare Verpackungen, clevere Upcycling-Ideen oder Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen. Eco-Design betrachtet alle Phasen des Lebenszyklus: von der Rohstoffgewinnung über die Nutzungsphase bis hin zur Wiederverwendung und schaut, an welcher Stelle Umweltbelastungen und Ressourcen geschickt eingespart werden können. „Dabei werden drei Dimensionen fokussiert: die Produktgestaltung, die Prozessinnovation und innovative nachhaltige Geschäftsmodelle“, erklärt Stefan Alscher den TeilnehmerInnen, die sich in der charmanten Steigervilla der WiN zusammengefunden haben.

Einblicke in die Praxis

Um die komplexe Thematik etwas anschaulicher zu gestalten, präsentierte er den Workshop-BesucherInnen beispielhaft das Unternehmen Wijld, das Kleidung aus Holzfasern herstellt. Die T-Shirts fühlen sich einerseits sehr geschmeidig an und werden andererseits sehr umweltfreundlich produziert. Als weiteres Praxisbeispiel nannte Alscher den Malermeister Peter Fuchs. Bei der Reinigung von Fassaden fällt stark verunreinigtes Wasser an, das nicht in den Boden gelangen darf und aufwendig als Sonderabfall entsorgt werden muss. „Fuchs entwickelte eine mobile Filteranlage zum Reinigen des verschmutzen Wassers, das auf diese Weise fast die Qualität von Trinkwasser aufweist“, so Alscher. Dies gab den Zuhörenden einen ersten allgemeinen Ausblick auf mögliche Maßnahmen hin zu einer Transformation Richtung zirkuläre Wertschöpfung.

Design Sprints geben aufregende Denkanstöße

Nach einer kurzen Pause mit nachhaltig gehandeltem Kaffee und leckeren Häppchen leitete Christian Rudolph, Partner und Mitgründer der co:dify Group, durch eine Vielzahl von Fallbeispielen in die interaktive Arbeitsphase des Nachmittages ein. In sogenannten Design Sprints lernten alle TeilnehmerInnen zirkulär zu denken: Weg vom linearen „Nutzen und Neukaufen“ hin zum „Denken in Kreisläufen“. In vier Gruppen eingeteilt, fokussierten sich die Beteiligten auf jeweils unterschiedliche Produkte, beispielsweise auf Legosteine oder Koffer. In der Gruppenphase sollte anhand dieser Objekte der gesamte Lebenszyklus betrachtet werden. Die Challenge dabei: zirkuläre Optimierungen erarbeiten. Die Möglichkeiten, die dabei entstanden, waren wirklich vielfältig. So wurde beispielsweise ein fiktives Lego-Abonnement-Modell entwickelt, angelehnt an den Bibliotheksgedanken, oder ein modularer Koffer, geteilt in Soft- und Hardshell, wobei das standardisierte Hardshell immer von der Fluggesellschaft zur Verfügung gestellt wird.

Schnell wurde allen Beteiligten klar: Schon kleine Änderungen und der Mut zum Neudenken können Produkte nachhaltiger gestalten. So entstehen zudem spannende neue Geschäftsmodelle, die wirtschaftlich sehr profitabel sein können. „Wir freuen uns riesig darüber, dass alle Teilnehmenden heute neue interessante Impulse und Denkanstöße mit nach Hause nehmen und in ihre jeweiligen Unternehmen weitertragen“, sagt Projektleiterin Svenja Grauel Revue passierend nach der Veranstaltung.

08.01.2020

Circular Hotspot kommt nach NRW

Eines der Gipfeltreffen der weltweiten Brache kommt 2021 in die Emscher-Lippe Region! Wir freuen uns, dass der Circular Economy Hotspot im kommenden Jahr bei uns stattfinden wird. Initiiert durch den Holland Circular Hotspot ziehen die Hotspots seit 2016 Unternehmen und Experten an, die Innovationen zur Circular Economy und Zirkulären Wertschöpfung vorantreiben. Gepitcht haben wir unsere Ideen dazu im Spätherbst bei dem Circular Hotspot in Belgien und konnten mit unserer Vision andere internationale Standorte hinter uns lassen. Wir freuen uns riesig über diesen Erfolg und arbeiten schon an der Realisierung für den Herbst 2021. Weitere Informationen zu den Hotspots gibt es unter https://circulareconomyhotspotbelgium.be/ .

03.01.2020

Im Herbst 2019 hatte das Prosperkolleg die Möglichkeit, getragen von unseren Projektpartnern der Effizienzagentur NRW und der Stadt Bottrop, eine Challenge für den Climathon 2019 zu stellen. Außerdem haben wir natürlich auch die Chance genutzt, selber an Ideen zu arbeiten und uns in Fragen der Zirkulären Wertschöpfung auszuprobieren. Seht am besten selbst!

Ein großer Dank geht dabei an das Impact Hub Ruhr, wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!  

22.11.2019

Das Projekt Di-Plast, welches die WiN Emscher Lippe GmbH als strategischer Partner unterstützt, sucht Unternehmen, die als Piloten am Projekt teilnehmen. Di-Plast – Digital Circular Economy for the Plastics Industry, ist ein vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH geleitetes und über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen von Interreg NWE gefördertes Projekt, welches mit Hilfe digitaler Tools den Anteil von Rezyklaten in Produkten erhöhen und Produktions- und Prozessabläufe optimieren möchte. 

Open call für industrielle Pilotanwendungen

Unternehmen, die den Anteil an Rezyklaten in ihren Produkten erhöhen und die Qualität von Prozess und Produkt durch den Einsatz digitaler Tools verbessern wollen, können sich nun an den Pilotprojekten des Forschungsprojektes Di-Plast beteiligen. Durch die Teilnahme an diesen Piloten können Unternehmen direkt auf die Entwicklung der Tools Einfluss nehmen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Funktionen auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Werden Sie Teil von Di-Plast

Bewerben Sie sich jetzt und profitieren Sie vom Di-Plast Projekt in einem unserer 4 Piloten! Wir, das Di-Plast Team, bieten Ihnen unsere gebündelte Expertise in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Kunststoffverarbeitung und Data Science an. Schließen Sie sich an und entwickeln Sie gemeinsam mit uns digitale Lösungen, die Ihre individuellen Barrieren für einen verstärkten Einsatz von Rezyklaten beseitigen. Es entstehen Ihrem Unternehmen keine Kosten für die Teilnahme an den Piloten. Darüber hinaus wird die digitale Lösung für Sie frei nutzbar sein, sobald sie verfügbar ist. Wir begrüßen die Beteiligung aller Unternehmen der Kunststoff-Wertschöpfungskette aus den Bereichen Verpackung und Bau oder die damit in Verbindung stehen. Die Pilotprojekte sind für den Zeitraum Q4 2019 / Q1 2020 bis Q4 2020 geplant.

Weitere Informationen zum Verfahren und zur Bewerbung finden Sie unter https://www.nweurope.eu/projects/project-search/di-plast-digital-circular-economy-for-the-plastics-industry/.

15.11.2019

Kick-Off des Projektes „Prosperkolleg“

PRODUKTE ENDLOS DENKEN

In zirkulärer Wertschöpfung steckt eine Menge Potential – so die einhellige Meinung der Partner des Projekts „Prosperkolleg“, bestehend aus Hochschule Ruhr West, WiN Emscher-Lippe, Effizienz-Agentur NRW, Stadt Bottrop und Prosperkolleg e.V.. Um dies zu verdeutlichen und gemeinsam weiterzudenken wurde zur Auftaktveranstaltung in der ehemaligen Lohnhalle der Bottroper Zeche Arenberg eingeladen. Begrüßt wurden die über 120 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Institutionen von Oberbürgermeister Bernd Tischler und Christoph Dammermann, Staatsekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Dammermann appellierte an die Projektpartner, die Fördermittel nicht als Geschenk der Landesregierung, sondern als Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft zu verstehen. Denn Nordrhein-Westfalens Anspruch wäre es, ein weltweit führender Innovationsmotor und der modernste, klima- und umweltfreundlichste Industriestandort weltweit zu werden und verwies dabei auch auf die Niederlande, vertreten durch den Gast Konsul Hans van den Heuvel, als ein Best-Practice Beispiel.

In einer offenen Talkrunde standen die Partner des Projekts Rede und Antwort, wie das Prosperkolleg in den nächsten drei Jahren in der Emscher-Lippe-Region die konkrete Umsetzung in Unternehmen angehen wird. Vor allem der Synergie-Effekt wurde dabei besonders hervorgehoben.  „Wir vernetzen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentliche Institutionen um am Ende eine Region der zirkulären Wertschöpfung zu werden“, fasst HRW Projektleiterin Svenja Grauel ihr Ziel zusammen.

Das es sich bei dem Projekt um einen agilen Prozess handelt, bei dem er essentiell ist, die Unternehmen der Emscher Lippe Region einzubinden, wurde beim interaktiven World Café klar, bei dem an fünf Thementischen in Kaffeehausatmosphäre konkrete Beispiele der zirkulären Wertschöpfung diskutiert wurden. „Wir waren uns bewusst, dass sich so ein Format von den gängigen Veranstaltungsformen unterscheidet. Dass die Session aber so mit Leben durch die Gäste gefüllt wurde, hat mich überrascht. Gleichzeitig ist es aber nun auch unser Auftrag, dass dieser wichtige Input im Projekt umgesetzt wird“, so Dr. Klaus-Rammert Bentlage, Projektleiter bei der WiN Emscher Lippe.

Die Projektpartner verfügen über umfassende Erfahrungen und Kontakte sowohl aus der unternehmerischen Praxis als auch aus der Wissenschaft, die im Projekt genutzt werden, um strategische Kooperationen und konkrete Zusammenarbeit aufzubauen.

05.07.2019

Prosperkolleg gestartet

Dem Prosperkolleg vorausgegangen sind die regionalen Bemühungen im Prozess „Umbau 21“. Gemeinsam mit der Landesregierung hat die WiN Emscher-Lippe GmbH durch Netzwerkarbeit und Studien zwei Jahre lang bereits den Boden für das Projekt geebnet und gezeigt, dass die Emscher-Lippe-Region hervorragend auf die Herausforderungen im Bereich der zirkulären Wertschöpfung vorbereitet ist. Trotzdem gibt es Hemmnisse in der unternehmerischen Umsetzung, die genauer untersucht und Konzepte zu ihrer Überwindung erarbeitet werden sollen.

Bei der Entwicklung und Fertigung neuer Produkte gleich mitdenken, was passiert, wenn diese Produkte nicht mehr gebraucht werden. Diese Strategie setzt Impulse für innovative Geschäftsideen und Unternehmensgründungen, schafft so neue Jobs und schont Ressourcen und Klima. Das Projekt „Prosperkolleg“ in Bottrop hat zum 01. Juni 2019 seine Arbeit aufgenommen, um die Umsetzung dieser Strategie anzustoßen. Gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, haben sich die Hochschule Ruhr West und die WiN Emscher-Lippe GmbH mit der Stadt Bottrop, der Effizienz-Agentur NRW und dem Verein Prosperkolleg e.V. zusammengeschlossen, um gemeinsam mit Unternehmen in der Region Produktentwicklungen und innovativen Geschäftsmodellen einer zir-kulären Wertschöpfung den Weg zu ebnen.

In einer zirkulären Wirtschaft werden Roh- und Werkstoffe möglichst lange im Kreislauf gehalten: Genutzte Produkte werden nach ihrer Benutzung nicht einfach weggeworfen, sondern sind Ausgangs-punkt für neue Produkte und Prozesse. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Methoden der Digitalisierung. Sie helfen, diese Prozesse zu verknüpfen und zu steuern. Interessant ist diese neue Form des Wirtschaftens sowohl für Unternehmen mit etablierten Produkten als auch für Startups, die mit diesem Ansatz ganz neue Güter, Verfahren oder Services anbieten können.

Das Projekt Prosperkolleg möchte mit interessierten Unternehmen ins Gespräch kommen und gemein-sam Wege entwickeln, rohstoffbewusster zu produzieren und dabei mehr zu erreichen als nur Kosten zu sparen. Mit innovativen Angeboten können Unternehmen neue Kunden gewinnen sowie Nachhaltigkeits- und Klimaziele unterstützen. Wirtschaftswachstum koppelt sich so vom Ressourcenverbrauch ab, und die zirkuläre Wertschöpfung lohnt sich für die Betriebe auch finanziell.

„Mit der Arbeit des Prosperkolleg-Projekts wollen wir nachhaltige Impulse für die Strukturentwicklung unserer Region geben“, so Bernd Tischler, Oberbürgermeister der Stadt Bottrop. „Zirkuläre Wertschöpfung verbindet ökologisches mit ökonomischem Denken, um Jobs in Stadt und Region zu halten und neue zu schaffen. Zirkuläres Wirtschaften stärkt die Zukunftsfähigkeit des Landes NRW.“

Projektpartner

Die Projektpartner Hochschule Ruhr West, Effizienz-Agentur NRW, WiN Emscher-Lippe GmbH, Stadt Bottrop und Prosperkolleg e.V. verfügen über umfassende Erfahrungen und Kontakte sowohl aus der unternehmerischen Praxis als auch aus der Wissenschaft, die im Projekt genutzt werden, um strategische Kooperationen und konkrete Zusammenarbeit aufzubauen.

„Mit Erstgesprächen, Workshops, Exkursionen, Werkstatt-Gesprächen und Qualifizierungskonzepten möchten wir Unternehmen der Emscher-Lippe-Region und darüber hinaus in ganz NRW für die Idee einer zirkulären Wirtschaft begeistern“, erläutert Joachim Beyer, Geschäftsführer der WiN Emscher-Lippe GmbH, wesentliche Elemente der geplanten Projektarbeit. In Bottrop wird das Amt für Wirt-schaftsförderung der Stadt Unternehmen und Multiplikatoren für das Thema und die daraus entstehen-den wirtschaftlichen Chancen aktivieren.

„In einem innovativen Labor, dem „Circular Digital Economy Lab“, werden wir in Kooperation mit mittelständischen Unternehmen neue informations- und verfahrenstechnische Problemlösungen und damit zusammenhängende innovative Geschäftsmodelle erarbeiten und testen“, ergänzt Prof. Dr. Uwe Handmann, der zusammen mit Prof. Dr. Wolfgang Irrek die Gesamtprojektverantwortung an der Hochschule Ruhr West inne hat. Zudem werden Potenzial- bzw. Stoffstromanalysen in relevanten Wertschöpfungsketten durchgeführt und dazu Studien ausgeschrieben, um deren Bearbeitung sich For-schungseinrichtungen bewerben können.

Was passiert?

Im Oktober soll das Projektteam, das derzeit noch dezentral arbeitet, eigene Räume auf dem Gelände des Gründerzentrums Prosper III in Bottrop beziehen. Bereits jetzt laufen intensive Vorbereitungen für konkrete Arbeitspakete. Im Herbst werden ein erster „Hackathon“, Workshops und Informations-veranstaltungen stattfinden, für den November ist eine erste größere Tagung geplant.